Liebe Leser,
nun geht es in die heiße Phase der Einwendungen, bis zum 30.3.2011 müssen diese bei der Behörde sein. Um Euch ein paar Anregungen für die persönliche Einwendung zu geben haben die Engagierten ein kleines Brainstorming gemacht, dass vielleicht für den einen oder anderen hilfreich sein kann:
Brainstorming Einwendungen
Gruppierung des Brainstormings vom 8.3.11
Kirchdorf
LÄRMZUWACHS I GESUNDHEIT
• mehr Schwerverkehr I mehr PKW
• Baulärm mindestens vier Jahre (Verlegung von Gleisen + Strasse)
• Kirchdorf besonders geschädigt
• Ungenügender Lärmschutz (Lärm steigt nach oben, sinkt nach 300 Metern herunter)
• (Tunnel wäre leiser)
• Dehnungsfugen
• Impedanz -Verdoppelung des Lärms durch Reflexion von Schallwellen an harten Wänden
• • Gleise werden nicht durch teurere Flüstermateralien ersetzt I zu Wartungsintensiv
LÄRMWIRKUNG I GESUNDHEIT
• Stress, Tinitus, Herzinfarkte, Schlafstörungen, Bluthochdruck, Depressionen, verminderte Leistungsfähigkeit im Beruf
• Doppelbelastung im Beruf
• Einschränkung der Nutzung von Balkonen, Terassen und Gärten
• Lebensverkürzung
• Konzentrationsschwächen bei Schülern
EMISSIONEN GESUNDHEIT
• mehr CO 2 durch Verkehr ab 2015, erst 2025 weniger
• Feinstauberhöhung stark Krebserregend, zusätzlich zu 400 MioTo Moorburg
• Lungenkrebs I Bronchialleiden
• Asthma, Allergien
• Verseuchung der Grundstücke, Nutzgärten
SONSTIGE BEEINTRÄCHTIGUNGEN
• Verschattung von Gärten und Grundstücken (Eingesperrt sein Gefühl)
• Lichtverschmutzung
BAUSCHÄDEN
• Beschädigung von Häusern
• Risse durch Rammbewegugen
• Beschädigung duch Grundwasserabsenkung
• Investitionen an Eigenheimen lohnen nicht mehr
• Investitionshemmnis
• Wertverlust Immobilien / Grundstücke
• Keine Energiesparmaßnahmen bei Einzelhäusern
• Kaufkraftverlust, da Mittelstand wegzieht
• Angestrebte Zoielgruppe kommt nicht
• Neue Trasse doppelt so teuer wie geplant / wie Sanierung der alten Trasse
• Wegzug
• Sozialer Exodus
• Ghettobildung
• Einschränkung der Lebensqualität zugunsten von Wirtschaftsinteressen
• Keine Naherholung an Autobahnen
• Warum immer in Wilhelmsburg?
• Schlechte Schulsituation
• Kinder spielen an Autobahnen
• Verletzung des Generationenvertrages
• Was wird aus unseren Kindern?
GESAMTKONZEPT HAMBURG MITTE UND HAMBURG SÜDEN WIRD BÜRGERN VORENTHALTEN
• Zunehmende Verkehre durch Hafenerweiterung, Hafencity, Hafenquersperrspange, Trasse zur A26
• Erhöhte Trennwirkung von Wilhelmsburg durch Verbreiterung der bisherigen Gleistrasse um mindestens das Doppelte auf 80 bis 100 Meter geschätzt
• Zerstörung von dem, was Wilhelmsburg einzigartig und attraktiv machte: das Grün
• Vernichtung von sämtlichen Naherholungsgebieten
• Mauer wird wieder errichtet
• Rückbau Reichsstraße, nur IGS Gelände und nördliche Abfahrt
• Drücken von mehr Schwerverkehr ins Reiherstiegviertel durch Abfahrt Rothenhäuserstraße
• Anpassungsmaßnahmen der Wohnstraßen in der Planfeststellung nicht ausgeführt
• Mehr Lastverkehr Reiherstieg -Hauptdeich (2015)
• Inselpark an Autobahnen mit Gefängniswand, Strapazierrasen und Gebäudekomplexen
• Zuschütten von Wettern, Erhöhung der FLUTGEFAHR Planung dient vor allen der Logistik und der Bahn
• Sichtachsen auf fließenden Verkehr, Platten-und Sagabauten und Industriebauten
ANDERE STÄDTE / SCHLECHTE BEISPIELE
• Düsseldorf: geplanter Rückbau einer Autohochstrasse in der Innenstadt
• Osnabrück: Hochstrasse
• Saarbrücken: Autobahn an der Saar
• Nadelöhre Elbbrücken
• Größere und längere Rückstaus durch vermehrten Verkehr Oetzt schon prekär)
• Wohnungsbau in IBA Nachfolge, von 6000 Wohnungen im nördlichen Reichsstrassenbereich 15000 Fahrzeuge mehr
• Vierteilung des Reiherstiegviertels durch starken Verkehr
SCHWERSTE EINGRIFFE IN LANDSCHAFT UND NATURHAUSHALT
• Vernichtung von gesetzlich geschützten Biotopen bereits geschehen
• Vernichtung von ganzen Waldgebieten bereits geschehen
• (HH-Umweltvernichtungshauptstadt 2011)
• Fällung von zig Bäumen entlang alter und neuer Trasse vor Planfeststellung
• Vernichtung von weiteren Biotopen
• Zerstörung wertvoller Reetflächen westlich neuer Trasse, südlich Mengestrasse
• Vertreibung Gänsesäger
• Erzeugung von Windkanälen, Verwirbelung durch Lärmschutzwälle
• Schutzwände = ein unüberwindliches Hinderniss für Fluginsekten
• Kröten-und Amphibienhinderniss
• Vernichtung von Habitaten, Haselmaus, Fledermaus
• Fehlende Filterfunktion durch Bäume und Gebüsche
• Zuschütten von Wettern / Grundwasser
• Endgültige Vertreibung von Brutvögeln und Insekten. Eichelhäher, Bussarde, Spechte sind von Laien im Hauland deutlich auch jetzt schon in größeren Ansammlungen erkennbar
• Vertreibung der Fauna auf fünf Ja~lre
• Radweg westlich entlang der Trasse sorgt für dauerhafte Unruhe
• Ausgleichsmaßnahmen zuweit weg oder zu nah an Autobahnen
• Verkehrsprognosen genügen keinen wissenschaftlichen Anforderungen, keine Quellenangaben (Achtung: “Die Gutenbergfalle”)
• Vorenthaltung des Gesamtkonzeptes . • Verschmutzunsdaten / Emissionsdaten ungenau
• Falsche Irreführende CO 2 / Feistaubannahmen. 2015 wird mit zunehmenden Emissionen durch Verkehr gerechnet. Aber erst 2025 wird mit der Abnahmen von Emissionen durch umweltverträgliche Autos gerechnet. In den letztenm Planfällen wird aber 2015 für 2025 angenommen.
• Mangelnde Alternativenprüfungen
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Fragen diverse vom 15.3.11
- Hafenquerspange kann man mit erwähnen, ist aber nicht Bestandteil des PFV
- es ist ein gemeinsames PFV von Bund und Bahn, d.h. eigentlich muss man beide
Maßnahmen erst getrennt behandeln, es wird nicht differenziert
- auch die Hafenbahn wird hier nicht berücksichtigt
- 49 dB nachts, 59 dB tagsüber – bis dahin hat man keinen Anspruch auf Lärmschutz
- d.h. wir bewegen uns in den Plänen über diesen Werten
- Körperschallmessung wir in dBc angegeben: Schall, den man über den Körper spürt – nicht
durch die Ohren. Es sind Niedrigfrequenz-Schwingungen – sind nicht untersucht im PFV
- ist für uns bei der vorhanden Bodenbeschaffenheit ein großes Thema
- dafür kann man ein Gutachten fordern
- ein Dauerlärm über 55 dB ist gesundheitsgefährdend – geplanter Lärmschutz erfüllt nicht die
Forderungen
Brainstorming zu den Einwendungen neu vom 22.3.11
- Bahnbrücken Bauwerk 5A und 5B an der Kornweide – Hohlkammerbauwerk – muss
Lärmschutz erhalten (z.B. Gummimatten auf Brückenkörper), sonst wird es in Kirchdorf
überall sehr laut
- mehr Verkehr auf der Kornweide durch fehlende Abfahrt Neuenfelder Str. und Otto-
Brenner-Str. ist vorprogrammiert – wird auch offiziell zugegeben
- Emissions-Studie zum Lungenwachstum von Kindern aus Californien: im Umkreis von 500 Metern verkehrsreicher Straßen
Los Angeles (pte/26.01.2007/10:00) – Die Lungen von Kindern, die zu nahe an einer stark befahrenen Straße leben, können in ihrer Entwicklung geschädigt werden. Wissenschaftler der University of Southern California http://www.usc.edu haben in Tests nachgewiesen, dass es im Umkreis von 500 Metern zu Schnellstraßen oder Autobahnen zu einer Beeinträchtigung der Lungenfunktion kommen kann. In The Lancet http://www.thelancet.com warnen die Autoren vor der Gefährdung der vielen Kinder, die in der Nähe von verkehrsreichen Straßen wohnen oder eine Schule besuchen.
Es war bereits bekannt, dass die giftigen Abgase Erkrankungen der Lunge wie Asthma auslösen können. Die aktuelle Studie geht jedoch davon aus, dass die Luftverschmutzung die Lunge von sonst gesunden Kindern daran hindern könnte sich vollständig zu entwickeln. Es spiele dabei keine zu große Rolle, ob die Kinder in der Stadt oder auf dem Land nahe einer Hauptverkehrsstraße lebten. Kinder, die in großen Städten mit hoher Luftverschmutzung in einer verkehrsreichen Umgebung lebten, seien wahrscheinlich einem noch höheren Risiko ausgesetzt.
Die Wissenschaftler untersuchten jährlich die Lungenfunktion von 3.677 Kindern und begleiteten sie vom zehnten bis zum 18. Lebensjahr. Jene Kinder, die im Umkreis von 500 Metern von einer Schnellstraße oder einer Autobahn lebten, verfügten mit 18 Jahren über eine deutlich schlechtere Lungenfunktion als jene, die 1.500 Meter oder mehr entfernt aufgewachsen waren. Das änderte sich auch nicht, als Faktoren wie Rauchen in der elterlichen Wohnung berücksichtigt wurden. Das Team macht die Abgase von Autos, Motorrädern und Lastwägen verantwortlich. Die Forscher empfehlen weitere Studien zur genauen Erforschung der verantwortlichen Substanzen in den Abgasen. Es ist laut BBC nicht bekannt, wie genau die Verschmutzung der Luft die Entwicklung beeinträchtigt. Eine Entzündung der Lunge als Reaktion auf die tägliche Irritation dürfte jedoch eine Rolle spielen.
(Ende)
Quelle: Pressetext.Deutschland
- Spatenstich des Kleinkinder-Spielplatzes des VKEs war letzten Fr. – dieser Spielplatz ist
keine 100m von der verlegten Reichsstraße entfernt –wichtig für Einwendungen
- 5,50 m hohe Lärmschutzwand führt zu Depressionen (Sabine fragt ihre Chefin nach Studien, folgt bis Fr.)
- Erschütterungen führen zu Schlafstörungen, Schwindelgefühle (Jochen fragt Frau Dr.
Gebhardt, folgt bis Fr.)
- Wettern hinter den Grundstücken Kleine Kornweide sind in den Plänen nicht mehr vorhanden – was ist mit den Fröschen ….
- Entwässerung der Straße soll über über eine Sickermulde funktionieren, dann geht das Drekcwasser einfach ins Grundwasser – dann gibt es einen Überlauf, der ist mit 0 angegeben, d.h. da läuft anscheinend laut Planung kein Wasser rüber.
- werden jetzt die Wettern mit zur Entwässerung der Straße genommen, obwohl diese zur
Be- und Entwässerung für Ebbe und Flut da sind, erhalten diese eine ganz andere Funktion
- Kuckswettern und Fiskalische Wettern sind z.B. Verbindungen zwischen Ost- und Westwasser, wenn der Wasserstand im Westen höher ist, kann der Osten das Wasser nicht aufnehmen.
- der Reifenabrieb, Bremsstaub, Öl, Benzin und Rußpartikel werden in den Mulden mit Hilfe von Sand !!!! vorgefiltert und gehen dann in die Wettern
- da im nördlichen Teil die Straße laut PFV bleibt, haben wir deutlich mehr versiegelte Fläche (ca. 70.000 qm versiegelte Fläche mehr)
- Radweg an der jetzigen Reichsstraße ist in den Plänen nicht mehr eingezeichnet. Wo gibt es später einen Radweg? Der Radweg am Gerd-Schwämmle Weg ist anscheinend auch weg.
- es muss mind. einen 10 m breiten Rettungsweg gebaut werden zwischen Bahn und Straße, wenn man das fordert, dann wird die Trasse deutlich breiter!!! Brücken reichen nicht mehr …
- Die Türen in den Lärmschutzwänden sind nur von innen zu öffnen, d.h. bei Flut kommen wir nicht in den Westen
- Lichtemmissionen müssen als Baulast eingetragen werden, d.h. die Beleuchtung der Straße!!
- Zugvögel fliegen immer über Wilhelmsburg, z.B. auch Kraniche – eine der Hauptflugrouten geht über Wilhelmsburg
- die Raubvögel (Habichte, Bussarde, Adler und Falken) verlieren durch die Verlegung ihre Brutplätze
- wir haben jetzt Eulen und Fledermäuse
- die ganzen Tiere werden durch das verseuchte Wasser elendig sterben
- die Oberflächengewässerqualität darf sich durch neue Straßen nicht verschlechtern (EU-Gewässerschutzlinie)
- Zerstörung von Biotopen
- Nachtigall an der Kornweide/Kleingärten wird vernichtet
- wir fordern einen ermäßigten Grundsteuersatz, da unsere Grundstücke an Wert verlieren
- Eichhörnchen !
- Erbgutvernichtung von alten Bäumen?
- Wasserschierling und Süßwassermuscheln sind jetzt noch im Kuckucksbrack – werden durch schmutziges Abwasser der Reichsstraße vernichtet – Wasserschierlinge sind extrem schützenswert!!!!
- Amphibien! Molche!
- Fordern von Feinstaubbelastungs-Berechnung während Rückstaus
- durch die breite, gerade Straße wird der LKW-Verkehr angezogen
- Verslumung des Wilhelmsburger Ostens
- es besteht die Möglichkeit, dass das Kraftwerk Moorburg auf voller Leistung fahren wird (Fukushima) – dann haben wir deutlich höhere Feinstaubbelastung
- die Qualmwolken eines Kohlekraftwerks bestehen aus CO2 – giftig! (selbst nachlesen)
- Moorburg ist nicht im PFV berücksichtigt (in Bezug auf Emmissionen)
- Petrochemie ist nicht berücksichtigt in PFV (in Bezug auf Emmissionen)
- Aurubis ist nicht berücksichtigt im PFV (in Bezug auf Emmissionen)
- Frauenfaktor! Es entstehen Angsträume, Brücke zum Kuckucksbrack von der Brackstraße geht über Autobahn und Bahn – nach EU-Recht muss das als Angstraum geprüft werden
- auch der entstehende lange Tunnel am Buscher Weg/Auf der Höhe ist ein Angstraum
- mangelnde Alternativ-Prüfungen: z.B. ein riesen Aufwand ist die Ecke Kornweide, Kornweidenbrücke, WRS neu im Trog – da z.B. hätte man alles so lassen können, wie es ist, nämlich spätere Verschwenkung (s. Plan)
- es fehlen Visualisierungen!!!!!!!!!!!!!!! Immer gefordert!!!!!!
- große Vernichtung der Hauptmerkmale der Insel (Biotope und Bäume)
- die Verkehrprognosen sind fehlerhaft und veraltet. Es muss ein neues Gutachten erstellt werden von einem neutralen Unternehmen.
- die innerstädtischen Verkehre nehmen eher ab, trotzdem brauchen wir nach Berechnungen unbedingt eine Autobahn
- in der Einwendung muss deutlich werden, dass wir zum Klagen bereit sind und das hier dann in den nächsten 10 Jahren die Verlegung der Reichsstraße nicht vorwärts kommt
- die Naturbelassenheit war das Merkmal von Wilhelmsburg, selbst in 25 Jahren wird der Bewuchs nicht wieder so sein, wie es mal war
- Kleingartenvereine werden zerstört
- lange Brücken laden zum Suizid ein
- Lärmschutzwände sind prädestiniert für Graffiti – fördert schlechtes Erscheinungsbild von Wilhelmsburg
- hohe Lärmschutzwände fördern Druckwellen, dumpfe Schläge können zu hören sein, mehr Wind im Stadtteil